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Der Belchen im Zentrum keltischer Kultur

Lange Zeit stand er im Schatten seiner beiden großen Brüder. Mit knapp 80 Metern Höhendifferenz hatte er damals das entscheidende Bergrennen verloren. Das war vor rund 50 Millionen Jahren, als er und die anderen sich zu Randgebirgen aufschoben und emporreckten. Blickt man ihn an, so könnte man meinen, aus Gram hätten sich die zahlreichen Stirnrunzeln in das kahle Haupt eingegraben. Sein größter Konkurrent, der nahe Feldberg, hatte ihm im Ringen um den Superlativ der höchsten Erhebung innerhalb des Schwarzwaldes den Rang abgelaufen. Auf den zweiten Platz kam mit dem denkbar knappsten Vorsprung von gerade einem Meter das Herzogenhorn. Und dann, mit 1414 Metern, stand er auf der dritten Stufe des Siegertreppchens. Welche Schmach. Doch nun sollte sich das Blättchen wenden zugunsten des ewig Drittplatzierten, des Belchens.
Jahrhunderte, bevor die Christen ihren religiösen Siegeszug durch das Land starteten, waren bereits andere Gottesanbeter im Südschwarzwald ansässig. Sie nannten sich Rauriker. Diesem keltischen Volk hatte es der Berg angetan.
Zahlreiche Geheimnisse und Mythen ranken sich um den Berg im südlichen Schwarzwald. Die Reportage macht sich auf die spannende Spurensuche.


Ort:Startfrei Reinhold Wagner
Freiburg
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